Ein Garten für Schmetterlinge
Flatternde, bunt leuchtende Falter sind der Inbegriff des Sommers - wohl jeder erfreut sich an ihrem Anblick. Im Spätsommer sehen wir die meisten - Tagpfauenaugen und Admirale, Distelfalter und kleine Füchse umflattern die Buddleja im Garten und laben sich an Verbena bonariense und Sonnenhut. Zu dieser Zeit des Jahres ist der Tisch für Tagfalter meist reich gedeckt. Den Grundstock für eine zahlreiche Falterpopulation legt der Gärtner allerdings früher im Jahr.
Wer Schmetterlinge liebt, sollte Futterpflanzen für Raupen pflanzen - oder sollte man sagen: wachsen lassen? Denn viele Tagfalter legen ihre Eier an Brennesseln (Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge, Admiral) oder Disteln (Admiral, Distelfalter) ab, der Schwalbenschwanz schätzt wilde Möhren und andere Doldenblütler. Zitronenfalter suchen für die Eiablage Faulbaum und Kreuzdorn auf. Eine Ecke mit Raupenflanzen gehört also unbedingt in den Schmetterlingsgarten!
Dann gilt es, das Angebot an Nektar auch außerhalb der Hochsommermonate sicherzustellen. Schon früh im Jahr kommen Schmetterlinge in den Garten, die hier bei uns überwintert haben oder schon einen langen Flug aus dem Süden hinter sich haben. Sie finden Nahrung bei Traubenhyazinthen und Küchenschellen. Im Frühsommer, gleichzeitig mit den ersten Rosen, blüht der wenig bekannte Sommerflieder Buddleja alternifolia, der von Schmetterlingen ebenso gern besucht wird wie der spätere Buddleja davidii. Im Spätsommer sind Wasserdost, Fetthenne echte Schmetterlingsmagneten. Viele Lippenblütler wie Lavendel, Katzenminze, Dost werden von Tagfaltern besucht. Bei den Blumenzwiebeln ist besonders Allium sphaerocephalon zu nennen - auf seinen Blüten gibt es im Juni ein echtes Gedrängel.
Lassen Sie etwas Fallobst im Garten liegen - Admirale lieben vergorene Früchte.














