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Herbstkrokusse

Herbstblühende Krokusse sind im Mittelmeerraum und in Kleinasien heimisch. Sie schätzen durchlässigen, leichten und doch nährstoffreichen Boden und vollsonnige Standorte. Um zuverlässig zu blühen, müssen die Knollen im Sommer am warmen, trockenen Standort ausreifen können. Nur der heimische Prachtkrokus, Crocus speciosus, und seine Sorten, gedeihen problemlos auch in lichtem Schatten und etwas feuchterem Boden. Gepflanzt werden Herbstkrokusse 6 bis 10 Zentimeter tief im August. Wie alle Blumenzwiebeln freuen sie sich über eine Gabe organischen Volldünger im Pflanzloch.

Leichte, frühe Fröste schaden den Herbstkrokus-Blüten nicht. Sie schließen sich dann einfach und warten, bis es wieder wärmer ist. Kurz nach der Blüte erscheint das Laub, das den Winter über stehen bleibt.

Besonders schön sind Herbstkrokusse im Steingarten, der ja gerade im Herbst sonst nicht allzu viele Blüten zu bieten hat, und am Gehölzrand. Dort entfalten sie ihre Pracht am Besten, wenn sie einfach in großen Kolonien verwildern dürfen – hierfür eignen sich Crocus speciosus, Crocus kotschyanus und Crocus pulchellus. Crocus speciosus und –Sorten sind die wohl umkomplizierteste Herbstkrokus-Gruppe. Die Zwiebeln wachsen leicht und vermehren sich auch über Saat. Die Früchte reifen im Boden!

Die anderen, oft anspruchsvolleren Arten kann man gut in Töpfe pflanzen und ins Beet stellen, wenn die Krokusse blühen - im Winter dürfen die Töpfe dann irgendwo hin, wo es kühl und trocken ist. Damit erspart man ihnen unseren nassen Winter, den sie so gar nicht mögen. Empfindliche Arten wie Crocus cartwrightianus 'Albus' oder Crocus ochroleucus freuen sich im Freiland über einen Winter(nässe)schutz aus Reisig oder Tannenzweigen.

Die klaren, zartvioletten, weißen und hellblauen Schalenblüten der Herbstkrokusse bieten Bienen und Hummeln auch spät im Jahr noch Nahrung und leuchten besonders liebreizend in der tief stehenden Herbstsonne. Gepflanzt werden sie ebenso wie die Herbstzeitlosen im August, drei mal so tief wie die Zwiebel hoch ist. Auch sie freuen sich über etwas Volldünger im Pflanzloch.

Herbstkrokusse wachsen auch gerne durch nicht so hohe Bodendecker - das hat den Vorteil hat, dass die sonst etwas schlaksigen Blüten gestützt werden.

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