SOMMERFLOR
aus Zwiebeln, Knollen und Rhizomen
Einige nützliche Tipps zu unseren 'Sommerzwiebeln'
Allgemein:
Die von uns angebotenen Zwiebeln, Knollen und Rhizome zur Pflanzung im Frühjahr stammen ursprünglich aus Regionen der Südhalbkugel. Die meisten sind in Südafrika beheimatet, ein kleinerer Teil in Südamerika. Sie sind so kultiviert, dass sie in unseren Breiten problemlos zur Blüte kommen. Wenn Sie einige wesentliche Dinge beachten, können Sie auch in den folgenden Jahren viel Freude an diesen Pflanzen haben.
Standort:
Wenn nicht anders angegeben, möchten die Pflanzen einen warmen, geschützten Standort und volle Sonne. Die meisten möchten einen gut drainierten Boden. 'Nasse Füße' können tödlich sein.
Gießen, Düngen:
Verfahren Sie hier am besten wie mit all Ihren anderen Gartenpflanzen. Bei besonders durstigen oder hungrigen Kandidaten geben wir in unseren speziellen Pflegetipps entsprechende Hinweise.
Verwendung:
Mit sommerblühenden Blumenzwiebeln können sie sehr ungewohnte, dennoch harmonische Gartenbilder zaubern. Wer einmal die anmutigen Zwerggladiolen oder Galtonien zu seinen Rosen gesetzt hat, möchte sie oft nicht mehr missen. Da viele unserer Sommerzwiebeln ungezüchtete reine Arten sind, können sie auch in naturnahen Pflanzungen beste Verwendung finden. Viele Pflanzen aus unserem Angebot können 'Blühlücken' im Rosen- oder Staudenbeet füllen und Ihren sommerlichen Garten dadurch erfreulich beleben. Lassen Sie Ihre Phantasie spielen!
Seit Jahrzehnten kann man etliche unserer Sommerblüher als Schnittware in der Floristik finden: als Klassiker (Freesien, Anemonen...) oder als erlesene Spezialität (Agapanthus, Gloriosa, Crinum...). Viele sind in ihrer Eleganz und Haltbarkeit unübertroffen. Lassen Sie beim Schneiden einige Blätter stehen, damit die Pflanze Kraft für die nächste Saison sammeln kann.
Dahlien sind nur dann schlechte Schnittblumen, wenn man sie falsch behandelt. Achten Sie darauf, dass keine Blätter im Wasser stehen. Stellen Sie Dahlien nur frisch angeschnitten in die Vase. Wechseln Sie das Wasser täglich und schneiden Sie neu an. - So behandelt stellen Dahlien manche andere Schnittblume in den Schatten.
Probieren Sie einmal die 'Dahlienschale' aus Großmutters Zeiten aus: Eine flache Schale mit Wasser füllen und einige dekorative Blätter einlegen (Bergenien, Funkien...); darauf dann eine oder mehrere Dahlienblüten gekonnt arrangieren.
Überwinterung:
Fast alle unserer Sommerblüher sind 'ideale Exoten' mit einer absolut pflegeleichten Überwinterung. Sie ziehen das Laub ein, können daher dunkel überwintert werden, und stellen jeglichen Wasser- und Nährstoffbedarf ein. Lassen Sie das Laub möglichst lange an den Pflanzen und heben Sie die Zwiebeln und Knollen nach dem ersten Frost auf. Lassen Sie sie etwas abtrocknen. Entfernen Sie vorm Einlagern Laub und Stengel mit einem sauberen Schnitt.
Wenn es in unseren speziellen Pflegetipps nicht anders angegeben ist, überwintern Sie bitte frostfrei und kühl (Keller). Je wärmer der Überwinterungsraum ist, desto mehr sollten Sie darauf achten, dass die Zwiebeln und Knollen nicht eintrocknen. Packen Sie sie in Sand, Sägespäne oder trockene Erde oder legen Sie einen Bogen Zeitungspapier darüber. Getopfte Pflanzen lassen Sie einfach im Substrat und überwintern sie so, ohne zu gießen, um sie im nächsten Frühjahr evtl. neu aufzupflanzen und anzutreiben.
Dahlien:
Je nach Form und Größe der Knollen können Dahlienknollen unterschiedlich stark eintrocknen. Beachten Sie hierzu bitte unsere Tipps unter dem Punkt 'Überwinterung'. - Dahlien sind 'Starkzehrer', benötigen daher viel Wasser und Dünger. Gießen Sie bitte
immer 'von unten', um die Blütenpracht nicht zu beschädigen und keine Schnecken anzulocken.
Dahlien und Schnecken: ein leidiges Thema. Sollten sich die kleinen Plagegeister in Ihrem Garten wohlfühlen, dann beachten Sie bitte folgende Hinweise:
Die häufigsten Probleme entstehen beim Austrieb, der immer wieder von Schnecken 'abgeraspelt' wird, bis die Pflanze erschöpft ist und eingeht. - Unser Tipp: Setzen Sie
die Knollen in geräumige Töpfe/Container mit guter Blumenerde. Container mit 'umgebogenem Rand' sind besonders gut (=Kriechsperre). Treiben Sie die Pflanzen
an einem möglichst schneckensicheren Ort an (z.B. hochgestellt). Vergessen Sie das
Gießen und Düngen nicht. Wenn sich ein guter Wurzelballen gebildet hat und die Pflanzen einen stabilen oberirdischen Wuchs zeigen, können Sie die Dahlien auspflanzen. Wählen
Sie gut kontrollierbare, sonnige Pflanzstellen; meiden Sie die
Nähe von Hecken und Bodendeckern. vermeiden Sie unbedingt Mulchen mit Rasenschnitt und das beliebte abendliche 'Sprengen'. Gießen Sie morgens, und zwar 'von unten'.
Einfachblühende Dahlien sollte man regelmäßig ausputzen, weil Samenansatz die weitere Blütenbildung hemmt. Gefülltblühende Dahlien putzt man aus, wenn die Optik
es erfordert. Regelmäßig ausgeputzte Dahlien bringen größere, prachtvollere Einzelblüten.
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Pflege und Nährstoffversorgung von Zwiebelblumen
Wenn Blumenzwiebeln blühfaul werden
Im ersten Jahr werden Qualitäts-Blumenzwiebeln auf fast jedem Standort problemlos blühen, da sie optimal kultiviert wurden und alle nötigen Stoffe in ihnen gespeichert sind.
Fehlen ihnen aber in den Folgejahren vom Zeitpunkt des Austriebs bis zum Absterben der letzten Blätter die nötigen Nährstoffe, werden sie von Jahr zu Jahr schlechter blühen und irgendwann vergehen. Dieses kann man besonders häufig bei Narzissen und Tulpen beobachten.
Man sollte sie daher besonders auf nährstoffarmen Böden (z.B. Sand- oder Moorböden) durch zusätzliche Düngung mit Nährstoffen versorgen:
Gedüngt werden sollte entweder gleich beim Pflanzen (zum Herbst z.B. mit Hornspäne) oder im Frühling, in der Wachstumsphase der Zwiebelblumen, also dann, wenn sie Blätter haben, aber nicht mehr, wenn das Laub einziehen, das heißt vergilben. Denn zu der Zeit reifen die Zwiebeln aus und treten in eine Ruhephase ein. Im Frühjahr kann man auch organisch-mineralische Dünger verwenden, die ein ausgewogeneres Nährstoffverhältnis haben und etwas schneller wirken.
Sofort wirkende mineralische Dünger (z.B. Blaukorn) haben zwei große Nachteile: Zum einen führen sie zu vermehrter Belastung des Grundwassers, zum anderen können sie die Pflanzen durch Verbrennungen bis zum Totalverlust schädigen, wenn sie nicht sachgerecht ausgebracht werden.
In der Zeit des Austriebs brauchen Zwiebelblumen eine gute Wasserversorgung, während sie in der Zeit, in der das Laub abstirbt und in der darauf folgenden Ruhezeit sehr wenig Feuchtigkeit benötigen.
Das absterbende Laub wird von der Zwiebel zum Kräftesammeln benötigt, also bitte nicht abschneiden. Es darf erst entfernt werden, wenn es einem widerstandslos 'entgegenkommt', wenn man daran zieht. - Aber warum sollte man es entfernen? Setzen Sie doch Blumenzwiebeln immer so in Ihre Beete, dass ihr vergilbendes Laub von den nun wachsenden Stauden bald verdeckt wird.
Auch Blumenzwiebeln vermehren sich und sollten, wie andere Stauden auch, hin und wieder geteilt werden, weil sonst die Blütengröße und menge leidet. Solche Bestände nimmt man während der Ruhezeit, spätestens bis Ende August auf und pflanzt die stärksten Zwiebeln an anderer Stelle wieder ein. Hier ist eine Düngung besonders wichtig.
Bei allem sollte man bedenken, dass jedes Lebewesen seine Lebenszeit hat: Eine Narzisse z. B. lebt etwa 10-12 Jahre.
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